Dr. Monika Escher-Apsner Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Profil
Adresse:
Universität Trier Fachbereich III - Mittelalterliche Geschichte Zi. DM 261 54286 Trier Tel: 0651/ 201 - 3339 E-Mail: monika@apsner.de
Sprechstunde im Semester:
nach Vereinbarung
Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit:
nach Vereinbarung
Forschungsschwerpunkte:
Stadtgeschichte des hohen und späten Mittelalters
Bruderschaften als multifunktionale Organisationsformen sowie
Formen der Armenfürsorge
Funktionen/Mitgliedschaften:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 600 ("Fremdheit und Armut"); TP SYN (Netzwerke / Intermediäre Organisationsformen
Mitglied des Steuerungsausschusses für die Ausstellung "Armut -
Perspektiven in Kunst und Gesellschaft und
beratendes Mitglied im Vorstand des FZE Trier (Forschungszentrum Europa -
Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme)
Vita
Geb. am 29. 07. 1971 in Koblenz
1988 Erwerb der Mittleren Reife an der Priv. Bischöfl. Realschule Marienberg in Boppard
1991 Abitur am Staatl. Hilda-Gymnasium Koblenz
Aufnahme des Studiums an der Universität Trier in den Fächern Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik
März 1997: 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft (sowie Erziehungswissenschaftliches Begleitstudium)
August 1993-September 1994: Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte (Prof. Haverkamp) an der Universität Trier
Herbst 1994-Dezember 1996: Wissenschaftliche Hilfskraft im Teilprojekt B 2 „Städte zwischen Rhein und Maas im Herrschafts- und Sozialgefüge während des hohen und späten Mittelalters im Vergleich“ im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereiches 235 „Zwischen Maas und Rhein: Beziehungen, Begegnungen und Konflikte in einem europäischen Kernraum von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert“
April 1997–Dezember 2001: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „Mittelalterliche Städte“ des SFB 235 an der Universität Trier
Juni / Okt. 2001: Abschluß des Promotionsverfahrens (Promotion im Fach Mittelalterliche Geschichte zum Thema: Stadt und Stift. Studien zur Geschichte Münstermaifelds im hohen und späteren Mittelalter)
seit Januar 2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „Christliche Gemeinschaften in ihrer Bedeutung für Armut, Fürsorge und Seelsorge“ des SFB 600 „Fremdheit und Armut. Formen der Inklusion und Exklusion von der Antike bis zur Gegenwart“ an der Universität Trier
Dezember 2002-September 2004: stellvertretende Kuratorin der Historischen Ausstellung im Rahmen der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2004 „Der Petrisberg - Triers Ursprung und Zukunft“
April 2008 - März 2009 Elternzeit
seit April 2009: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt Ö 1 des SFB 600: Ausstellung: "Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft" (April - Juli 2011) (thematische Konzeption)
seit Mai 2009: Beratendes Mitglied im Vorstand des FZE Trier (Forschungszentrum Europa - Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme)
seit August 2009: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt "Synthese" des SFB 600 ("Netzwerke / Intermediäre Organisationsformen der Armenfürsorge von der Antike bis zur Gegenwart")
Publikationen
Monographien
ESCHER-APSNER, Monika, Stadt und Stift. Studien zur Geschichte Münstermaifelds im hohen und späteren Mittelalter, Trier 2004 (Trierer Historische Forschungen 53).
ESCHER, Monika / HIRSCHMANN, Frank G., Die urbanen Zentren des hohen und späteren Mittelalters. Vergleichende Untersuchungen zu Städten und Städtelandschaften im Westen des Reiches und in Ostfrankreich, 3 Bde., Trier 2005 (Trierer Historische Forschungen 50).
ESCHER-APSNER, Monika, Bruderschaften mit primärer Ausrichtung auf Für- und Seelsorge für Fremde (Habilitationsprojekt)
Herausgeberschaft
Grundherrschaft - Kirche - Stadt zwischen Maas und Rhein während des hohen Mittelalters, hg. v. Alfred Haverkamp und Frank G. Hirschmann unter Mitarbeit von Monika Escher. Mainz 1997 (Trierer Historische Forschungen 37).
Städtelandschaft, Städtenetz, zentralörtliches Gefüge. Ansätze und Befunde zur Geschichte der Städte im hohen und späten Mittelalter, hg. v. Monika Escher, Alfred Haverkamp und Frank G. Hirschmann. Mainz 2000 (Trierer Historische Forschungen 43).
Escher-Apsner, Monika (Hg.): Mittelalterliche Bruderschaften in europäischen Städten. Funktionen, Formen, Akteure / Medieval confraternities in European towns. Functions, forms, protagonists. Frankfurt/Main [u.a.] 2009.
Aufsätze
BENNER, Sonja / ESCHER, Monika / HIRSCHMANN, Frank G., Christliche Gemeinde und jüdische Siedlung. Drei Landschaften im Vergleich: Champagne, Brabant und die Rheinlande (Werkstattbericht), in: Jüdische Gemeinden und ihr christlicher Kontext in kulturräumlich vergleichender Betrachtung (5.–18. Jahrhundert). Internationale Konferenz an der Universität Trier, Oktober 1999. Zusammenfassungen der Vorträge, hg. v. Christoph Cluse, Alfred Haverkamp und Israel Yuval, Trier 1999 (Kleine Schriften des Arye-Maimon-Instituts 2), S. 20 f.
ESCHER, Monika / HAVERKAMP, Alfred / HIRSCHMANN, Frank G., Städtelandschaft, Städtenetz, zentralörtliches Gefüge. Einleitung, in: Städtelandschaft, Städtenetz, zentralörtliches Gefüge. Ansätze und Befunde zur Geschichte der Städte im hohen und späten Mittelalter, hg. v. Monika Escher, Alfred Haverkamp und Frank G. Hirschmann, Mainz 2000 (Trierer Historische Forschungen 43), S. 9–54.
ESCHER, Monika / HIRSCHMANN, Frank G., Maria von Brabant - die vergessene Kaiserin. Reichspolitik, Kulturtransfer und Urbanisierung, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 137, 2001, S. 161-197.
ESCHER-APSNER, Monika, Das mittelalterliche Münstermaifeld - kultisch-kulturelle, gemeindliche und wirtschaftliche Aspekte im Spiegel städtischer und erzstiftischer Politik, in: Münstermaifeld - Die Stadt auf dem Berge, hg. v. Bernhard Koll, Münstermaifeld 2003, S. 35-83.
ESCHER-APSNER, Monika, villa Ruobera / villa Yselsbach - Ruwer und Eitelsbach in mittelalterlicher Zeit, in: Ruwer und Eitelsbach. Zwei Dörfer im Spiegel ihrer Geschichte, hg. v. Mathias KORDEL, Trier 2003 (Geschichte und Kultur des Trierer Landes 2), S. 55-96.
ESCHER-APSNER, Monika: Bauförderung, Seelsorge und Armenfürsorge. Die Münstermaifelder Bruderschaft St. Trinitas / St. Michael. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 55 (2003), S. 147-176.
Escher-Apsner, Monika: Gemeinschaften und Gemeinden zwischen Romania und Germania. In: Irsigler, Franz (Hg.). Zwischen Maas und Rhein: Beziehungen, Begegnungen und Konflikte in einem europäischen Kernraum von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert - Versuch einer Bilanz. Trier 2005 (Trierer Historische Forschungen 61), S. 189-222.
ESCHER-APSNER, Monika: Fürsorge und Seelsorge im (Erz-) Bistum Trier. In: SCHNEIDER, Bernhard (Hg.): Geschichte des Bistums Trier 2 (Veröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier) (Manuskript liegt vor).
ESCHER-APSNER, Monika: Heiligenverehrung, Reliquienkulte, Wallfahrten und Frömmigkeit. In: SCHNEIDER, Bernhard (Hg.): Geschichte des Bistums Trier 2 (Veröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier) (Manuskript liegt vor).
ESCHER-APSNER, Monika: Kirchhöfe – öffentliche Orte der Fürsorge, Vorsorge und Seelsorge von Gemeinschaften. In: Hirschmann, Frank / Mentgen, Gerd (Hg.): Campana pulsante convocati. Festschrift anläßlich der Emeritierung von Prof. Dr. Alfred Haverkamp, Trier 2005, S. 159-196
Dies.: Karitativ-soziale Leistungen bruderschaftlicher Organisationen im hohen und späten Mittelalter. In: Pauly, Michel unter Mitarbeit von Hérold Pettiau und Martin Uhrmacher (Hg.): Institutions de l’assistance sociale en Lotharingie médiévale / Einrichtungen der sozialen Sicherung im mittelalterlichen Lotharingien. Actes des 13es Journées Lotharingiennes (PSH, Bd. 119/Publ. du CLUDEM, Bd. 19). Luxembourg 2008, S. 137-180.
Dies.: Confraternitas pauperum/Confraternitas exulum: Inklusions- und Exklusionsmodi bruderschaftlicher Organisationen - die sog. Elendenbruderschaften als Sonderform? In: Raphael, Lutz / Uerlings, Herbert (Hg.): Zwischen Ausschluss und Solidarität. Modi der Inklusion / Exklusion von Fremden und Armen in Europa seit der Spätantike. Frankfurt/Main [u.a.] 2008, S. 181-212.
Dies.: Mittelalterliche Bruderschaften in europäischen Städten. Funktionen, Formen, Akteure / Medieval confraternities in European towns. Functions, forms, protagonists. Eine Einleitung / an introduction. In: Dies..(Hg.): Mittelalterliche Bruderschaften in europäischen Städten. Funktionen, Formen, Akteure / Medieval confraternities in European towns. Functions, forms, protagonists. Frankfurt a. M. 2009, S. 9-27.
Dies.: Dedes of charyte and to the commen-welth. Bruderschaften und ihr baulicher und karitativer Beitrag zur utilitas communis In: Dies.(Hg.): Mittelalterliche Bruderschaften in europäischen Städten. Funktionen, Formen, Akteure / Medieval confraternities in European towns. Functions, forms, protagonists. Frankfurt a. M. 2009, S. 209-253.
Dies.: Paupercule femine, sorores et beggine - Aspekte weiblicher Fürsorge im Kontext nordalpiner spätmittelalterlicher Städte. In: Clemens, Lukas / Haverkamp, Alfred (Hg.): Formen der Armenfürsorge in hoch- und spätmittelalterlichen Zentren nördlich und südlich der Alpen. Trier 2009 (im Druck).
Dies.: Serving the poor and strangers. Confraternitates exulum/Confraternitates pauperum and their modes of inclusion and exclusion. In: Gestrich, Andreas / Raphael, Lutz / Uerlings, Herbert: Strangers and poor people. Changing Patterns of Inclusion and Exclusion in Europe and the Mediterranean World from Classical Antiquity to the Present Day. Frankfurt/Main [u.a.] 2009, S. 289-313.
Dies./Helas, Philine: Selbstverständnis und Selbstinszenierung. Bruderschaftliche Fürsorge zwischen Ideal und Wirklichkeit. In: Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft. Wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung (in Vorbereitung).
Brandes, Inga / Dort, Katrin / Escher-Apsner, Monika und Gründler, Jens: „Wenn Krankheit zur Dürftigkeit kommt, dann erst tritt die wahre Hülflosigkeit ein“. Zum Zusammenhang von Armut und Krankheit. In: Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft. Wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung (in Vorbereitung).
Escher-Apsner, Monika: Medieval Confraternities in European Towns. Functions, forms, protagonists in historical perspective and prospects for further research (in Vorbereitung).
Forschung
Forschungsschwerpunkte:
Stadtgeschichte des hohen und späten Mittelalters
Bruderschaften als multifunktionale Organisationsformen
Formen der Armenfürsorge
Vorträge:
04. 06.1998, Trier: Die urbanen Zentren zwischen Maas und Rhein während des hohen Mittelalters (gehalten auf der Internationalen Tagung Städtelandschaft – Städtenetz – zentralörtliches Gefüge, gemeinsam mit Frank G. Hirschmann)
19. 10. 1999, Trier: Christliche Gemeinde und jüdische Siedlung. Drei Landschaften im Vergleich: die Champagne, Brabant und der Mittelrhein. Ein Werkstattbericht (gehalten auf der Tagung: Jüdische Gemeinde in ihrem christlichen Kontext, gemeinsam mit Sonja Benner und Frank G. Hirschmann)
26. 10. 1999, Trier: Münstermaifeld in der mittelrheinischen Städtelandschaft (gehalten anläßlich der Begehung des Sonderforschungsbereichs 235)
06. 01. 2000, Münster: Städtelandschaften zwischen Westfalen und Burgund im hohen Mittelalter (gehalten im Institut für vergleichende Städtegeschichte Münster, gemeinsam mit Frank G. Hirschmann)
10. 05. 2000, Prag: Neue Ansätze, Methoden und Ergebnisse in der europäischen Städtegeschichte (gehalten im Zyklus „Neuere Forschungsansätze und Methoden der Mediävistik“ des Zentrums für Mittelalterstudien an der Karls-Universität Prag und der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, gemeinsam mit Frank G. Hirschmann)
05. 07. 2002, Trier: Gemeinschaften und Gemeinden zwischen Romania und Germania (gehalten anläßlich der 2. Synthesetagung des Trierer Sonderforschungsbereichs 235: Zwischen Maas und Rhein: Beziehungen, Begegnungen und Konflikte in einem europäischen Kernraum von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert. Versuch einer Bilanz)
11. 07. 2003, Trier: Die (zweimal) 7 Werke der Barmherzigkeit - Anmerkungen zu ihren religiösen Wurzeln, ihrer „Entwicklung“ und Rezeption insbesondere durch Bruderschaften (gehalten anläßlich des interdisziplinären Workshops „Christliche Gemeinschaften und die 7 Werke der Barmherzigkeit“ an der Universität Trier)
27. 02. 2004, Trier: Religiös motivierte Barmherzigkeit und karitatives Handeln im hohen und späten Mittelalter (gehalten anläßlich der Tagung „Recht, Religion und Versorgungskrisen. Inklusion und Exklusion von Fremden und Armen im Wandel von der Antike bis zur Gegenwart“, an der Universität Trier, gemeinsam mit Rainer Barzen, Philine Helas und Dirk Multrus)
13. 10. 2004, Luxemburg: Karitativ-soziale Leistungen bruderschaftlicher Organisationen im hohen und späten Mittelalter (gehalten anläßlich der 13. Journées Lotharingiennes: Institutions de l‘assistance sociale en Lotharingie médiévale; Einrichtungen der sozialen Sicherung im mittelalterlichen Lotharingien am Centre culturel de rencontre Abbaye de Neumünster à Luxembourg-Grund)
13. 12. 2005, Münster: "... das keyne arme luyte uf kirchofen ... hutten adir husunge vortme haben sullen." Anmerkungen zu Kirchhöfen als Orte der Für- und Seelsorge in der hoch- und spätmittelalterlichen Stadt (im Rahmen des Forschungskolloquiums 800-1800. Mittelalter und Frühe Neuzeit an der Westf. Wilhelms-Universität Münster, Historisches Seminar)
02. 03. 2006, Trier: Städte und Städtelandschaften des hohen und späteren Mittelalters - Anmerkungen zu Chancen und neuen Ergebnissen vergleichender westeuropäischer Stadtgeschichte (im Rahmen der IFB-Lehrertagung "Neue Quellen und Ansätze historischer Forschung: Stadtentwicklung von der Antike bis in das Industriezeitalter")
11. 11. 2006, Trier: Confraternitas pauperum / confraternitas exulum: Inklusions- und Exklusionsmodi bruderschaftlicher Organisationen - die sog. Elendenbruderschaften als Sonderform? (im Rahmen der Internationalen Tagung des SFB 600: "Modi der Inklusion / Exklusion von Fremden und Armen: Praktiken und Repräsentationen im Wandel von Herrschaft und Gesellschaft")
20. 03 2007, Trier: Bruderschaftliche Organisationen - zur Problematik einer Typenbildung (im Rahmen des 12. Symposiums des Mediävistenverbandes: "Verwandtschaft, Freundschaft, Bruderschaft ... Soziale Lebens- und Kommunikationsformen im Mittelalter")
29. 11. 2007, Trier: Paupercule femine, sorores et beggine - Aspekte weiblicher Fürsorge im Kontext nordalpiner spätmittelalterlicher Städte (im Rahmen des Workshops "Formen der Armenfürsorge in hoch- und spätmittelalterlichen Zentren nördlich und südlich der Alpen, 28.-30. Nov. 2007 im Rheinischen Landesmuseum Trier)
25. 04. 2009, Münstermaifeld: Stadt und Stift (und Erzbischof) - Zur Bedeutung Münstermaifelds im 13. und 14. Jahrhundert (im Rahmen der Vortragsreihe des Kulturvereins Münstermaifeld).
Lehre
Wintersemester 2007/08:
Monika Escher-Apsner, Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte. Die Stadt im hohen und späten Mittelalter
Do 14-16 Uhr, Raum C 10; Fr. 8-10 Uhr, Raum C 19
Die Lehrveranstaltung beleuchtet vor dem Hintergrund der sich wandelnden gesamtgesellschaftlichen Veränderungen des 11. und 12. Jahrhunderts die Urbanisierungswelle, die seit dem 12. Jahrhundert das durch die Kathedralstädte vorgegebene urbane Gerüst erheblich erweiterte und modifizierte. Die Städte fungierten mit ihren vielfältigen herrschaftlich-administrativen, wirtschaftlichen und kultisch-kulturellen Zentralitäts- und Urbanitätskriterien als Spitzen der Zivilisation. Ihr flächendeckender Vergleich ebenso wie jener der die Städte konstituierenden Elemente bildete gewissermaßen einen Leitfaden westeuropäischer mittelalterlicher Geschichte. Dem soll anhand zahlreicher ausgewählter Kriterien nachgegangen werden.
SomSem. 2002: Monika Escher-Apsner, Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte: Formen der Armut im hohen und späten Mittelalter, Mo 9.00-11.00 h, DM 32/35 und Mi 9.00-11.00 h, DM 343.
Sowohl der Begriff als auch das Problem der Armut stehen seit dem 12. Jahrhundert in unterschiedlicher Wechselbeziehung zu wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und politischen Erfahrungswelten. Armut und Fürsorge wurden so als soziale Herausforderung und als religiöses Ideal begriffen. Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher individueller, gemeinschaftlicher und institutioneller Antworten auf die Herausforderung fassen. Hierzu gehören die Fürsorge und Seelsorge für und von Frauen, Bruderschaften, Hospitäler und Hospitalsorden, die Idee des Armutsideals der Bettelorden und Wanderprediger sowie konkrete Fürsorgemaßnahmen von städtischen Führungsgruppen angesichts von Hungerkatastrophen. Das Proseminar besteht neben dem inhaltlichen aus einem methodisch-technischem Teil, der eine allgemeine Einführung in die mittelalterliche Geschichte und in die historischen Hilfswissenschaften gibt sowie quellenkundliche und bibliographische Fragen beantworten hilft. Proseminarschein für den Bereich "Mittelalterliche Geschichte" aufgrund mündlicher und schriftlicher Mitarbeit (Referat und Hausarbeit) sowie einer Abschlußklausur (propädeutische und inhaltliche Teilbereiche). Die Veranstaltung kann auf das "Zusatzzertifikat Stadtgeschichte" angerechnet werden.